Anfang Dezember steht schon unter dem Zeichen der Weihnachtsmärkte. In Mähren hinterließ uns aber einen Tipp für eine gelungen Wochenendeausfahrt der Kaiser Napoleon selbst. Am 2.Dezember 1805 wurden in Slavkov /Austerlitz/ in der Dreikaiserschlacht die Heere von Österreich und Russland zerschlagen. Jährlich wird hier die Schlacht unter Beteiligung der Laiendarsteller aus ganz Europa nachgestellt- es handelt sich um eines der größten Ereignisse dieser Art. Die Kenner lassen sich sicherlich den nachgestellten Kampf um den Santon-Hügel nicht entgehen, aber auch die geschichtlich nicht so Interessierten werden hier keine lange Weile haben. Das Städtchen Slavkov wird für ein paar Tage in einen riesigen Militärkampf verwandelt, in dem es von den bunten Uniformen aller Armeen nur so wimmelt. Die Soldaten campen hier einträchtig Seite an Seite (oft auch mit Ehefrauen und Kindern), in den Kesseln brodelt Gulasch, Schießen oder Militärmarsch werden trainiert. Kanonier reinigen die Kanonen, Reiter kümmern sich um ihre Pferde, Feldärzte bereiten ihre Instrumente vor… Gott sei Dank ist alles nur eine einzigartige Szenerie fürs Fotoalbum. Übrigens…Franzosen. Ein Teil blieb nach der Schlacht hier (was der Grund ist, warum man hier oft französische Nachnamen wie Biza, Galet, Foret, Salé findet) und bereicherte die hiesigen Weinsorten um ein Stück Frankreich. Lassen Sie uns in einem der Weinkeller – hajloch – überprüfen, ob sie genauso erfolgreich waren wie auf den Feldern um Austerlitz…