Die „Sonnenseite Österreichs“, wie sich das Gebiet um den Neusiedler See mit Recht präsentiert, ist touristisch gesehen kein unbekannter Flecken. In das Angebot für Gruppen schafft es jedoch öfters der größere Steppenbruder – der Plattensee. Falls Sie schon länger darüber nachgedacht haben, den Neusiedler See in Ihr Angebot aufzunehmen, es ergab sich jedoch bisher keine Gelegenheit dazu, geben Sich doch unserem Angebot eine Chance. Das Wort Gemütlichkeit definiert diese Landschaft perfekt, Hetze kennen die Einheimischen erst gar nicht und auch die Hauptstadt des Bundeslandes mit ihren 13.000 Einwohnern repräsentiert diese Ecke Österreichs perfekt. Diese Gegend mit ihrem Flair bildet einen tollen Kontrapunkt zu den zwei hektischen Hauptstädten Wien und Bratislava. Neben den Top-Sehenswürdigkeiten der zwei Hauptstädte sollte man auch Schlösser, die selbst unter Wiener Palästen ihren Platz behaupten könnten, die einmalige Natur des Steppensees und den ausgezeichneten Wein in die Reisebeschreibung aufnehmen. Wenn man noch bedenkt, dass das alles innerhalb einer halben Stunde von Bratislava aus zu erreichen ist, hat man doch gleich ein Super-Reiseprogramm zur Verfügung.

REISEVERLAUF:

1.Tag – Anreise
2.Tag – Stadtbesichtigung von Bratislava und die Kleine Karpaten

Nach dem Frühstück bringt uns der Bus zu der Burg Bratislava. Hier geht unsere Vormittags-Stadt- besichtigung los. Wir erfahren Einiges über die reiche Geschichte dieser Burg, genießen den Ausblick in die breite Umgebung, und begeben uns durch die Vorburg in die Altstadtgassen. Jeder Stadtführer hat zwar „seinen“ Weg durch die Altstadt, aber mit Sicherheit wird keiner den Martinsdom auslassen – die Krönungskirche der ungarischen Könige, den Michaelsturm – das einzig erhaltene Tor der mittelalterlichen Stadt, das Gebäude der ältesten ungarischen Universität Academia Istropolitana, das wunderbare im Renaissancestil erbaute Alte Rathaus, das elegante Primatialpalais …. In der zweiten Tageshälfte erwarten uns Weinbergstädtchen am Hang der Kleinen Karpaten – Modra (Modern), Pezinok (Bösing) und Svätý Jur (Sankt Georgen). Auf den Hügelchen seit Ewigkeiten Wein gediehen ist, so können wir auch heute den lokalen frischen Silvaner oder Riesling genießen, oder den weit und breit bekannten Frankovka aus Rača, mit dem auch Kaiserin Maria Theresia angestoßen hat. Am besten schmecken die lokalen Weine, wenn der Winzer sie uns in den schön verzierten Krügen serviert, die aus einer der einheimischen Manufakturen kommen. Übrigens werden wir eine von diesen ganz bestimmt besuchen, weil die Herstellung von Keramik ein weiterer Stolz dieser Region ist. Der Abend klingt dann in einem der Weinkeller beim Wein, Gesang und örtlichen kulinarischen Spezialitäten gemütlich aus.

3.Tag – Kaiserliches Wien

Von Bratislava nach Wien sind es über die Autobahn nur 80 Kilometer, d.h. für den Aufenthalt in Wien haben wir so gut wie den ganzen Tag zur Verfügung. Der Besuch, wie könnte es anders sein, beginnt meistens vormittags mit einer Rundfahrt auf dem Ring, der sich ein Fußspaziergang im Stadtzentrum anschließt. Der Nachmittag bleibt für eigene Gestaltung frei. Am Schwedenplatz, wo wir auch unseren Stadtführer treffen und wo es die besten Parkmöglichkeiten für Busse gibt, ist unsere Ringrundfahrt zu Ende. Die Reisegäste wissen so, wo man sich gegen Abend wieder trifft, um nach Bratislava zurückzufahren. Wie bereits erwähnt, am Nachmittag bevorzugen die meisten Gruppen individuelle Freizeit, wer jedoch noch mehr erleben möchte, kann die zweite Tageshälfte in der angenehmen Atmosphäre von Belvedere oder Schönbrunn verbringen und den Tag in einem der Heurigenlokale am Sievering oder in Grinzing ausklingeln lassen. Ggf. können wir am Nachmittag den Besuch von Schönbrunn mit dem Ausflug zum romantischen Mödling in den Ausläufern von Wiener Wald kombinieren.

4.Tag – Sonnenseite Österreichs- Bugenland und Neusiedler See

Den Anfang unseres heutigen Programms erleben wir in der Hauptstadt von Burgenland – in Eisenstadt. Die Tatsache, dass es sich hier um die Haupstadt eines Bundeslandes handelt, wird man gar nicht bemerken (die Stadt hat nur 13.000 Einwohner), aber das wunderschöne Schloss der Esterházys, Familiensitz einer der einflussreichsten ungarischen Adelsfamilien und unvergesslich verbunden mit der Tätigkeit von Joseph Haydn am Hofe dieser Familie, werden Sie nicht übersehen können. Noch am gleichen Vormittag fahren wir in das nahe gelegenen Sopron. Die Stadt, die als einzige in Ungarn einen vollständig erhaltenen historischen Kern hat. Seine Geschichte reicht weit in die Vergangenheit, das älteste Denkmal überhaupt sind hier die historischen Überreste des römischen Forums. Während des Spaziergangs durch die Gassen der Altstadt lernen wir das Wahrzeichen der Stadt – den Feuerturm kennen, die einzigartige gotische Geißkirche und die Reste der antitürkischen Festung. Wir erfahren, dass in Sopron sich so gut wie in jedem Haus wichtige Ereignisse zugetragen hatten oder eine bedeutende Persönlichkeit lebte. Nach der Mittagspase erwarten uns schon der See und die einmaligen Winzerdörfchen an seinen Ufern. Das malerische Städtchen Rust heißt uns willkommen, die als Hauptstadt des traditionsreichen, ursprünglichen Weinbaus der Region gilt. Es folgt die Besichtigung der einzigartigen Opernbühne in dem ehemaligen römischen Steinbruch St. Margarethen sowie der größten Open-Air-Operettenbühne der Welt, die auf dem See errichtet ist und durch die das unweite Dorf Mörbisch weltberühmt wurde. Vom Schiffsdeck aus lernen wir den zauberhaften See mit seinem außergewöhnlichen Schilflabyrinth kennen, aber nichts spricht auch gegen einen entspannenden Spaziergang am Seeufer entlang. Auf jeden Fall sollten wir bei einem der hiesigen Winzer Pause einlegen und die hervorragenden Regionalweine probieren. Noch besser ist der Besuch eines Buschenschanks, wo die besten Weine mit tollem gastronomischem Angebot der lokalen Bauern kombiniert werden können.

5.Tag – Heimreise

ANMERKUNG:

Für alle, die die Anreise nach Bratislava schon gegen Mittag oder früh am Nachmittag schaffen können, senden wir gerne eine abgekürzte Variante zu.

Das Programm umfasst die Reise nach Wien, die ohne unseren Reiseleiter kalkuliert ist (und rechnet mit halbtägige Stadtbesichtigung von Wien). In Wien entfällt natürlich die Sprachbarriere. Wenn Sie jedoch die Gruppe nicht alleine lassen wollen, begleitet sie für 75,-EUR/Gruppe unser technischer Reiseleiter oder bestellen Sie bei uns ganztägige Reiseleitung in Wien. Zuzahlung 120.-EUR/Gruppe.

Die Reise kann man auch um kulinarische Erlebnisse bereichern. Im Rahmen des Programm ist ein Abendessen außerhalb des Hotels geplant (im Rahmen des Programm in Bratislava werden die Gäste einen der Weinkeller in den Kleinen Karpaten besuchen und örtliche Spezialitäten ausprobieren.) In Wien (bzw. am Neusiedler See)bietet es sich förmlich an, einen guten Heurigen zu besuchen. Sogar auch das Beste aus der ungarischen Küche während der Rückfahrt aus Neusiedler See in einer echten Csárda in Frage kommt.

Preis:

 
*** Hotel Nebensaison
1.7.-31.8.
Hauptsaison
1.5.-30.6./1.9.-30.10.
p.P. im DZ 189.-EUR 195.-EUR
p.P. im EZ 241.-EUR 247.-EUR
 
**** Hotel Nebensaison
1.7.-31.8.
Hauptsaison
1.5.-30.6./1.9.-30.10.
p.P. im DZ 229.-EUR 237.-EUR
p.P. im EZ 299.-EUR 316.-EUR

 

LEISTUNGEN:

4 x Übernachtung mit Frühstücksbuffet
3 x Abendessen im Hotel (3-Gang-Menü ohne Getränke)
1 x Abendessen in einem Weinkeller in Kleinen Karpaten
Entensuppe mit Nudeln
Gebratene Entenschenkel, 2 Kartoffelplätzchen, 1 Knödel und gedünsteter Kohl
Hausgemachter Strudel mit Sauerkirsch-Mohn- oder Apfel-Nussfüllung
Begrüßung durch den Reiseleiter am Anreisetag im Hotel
2 x ganztägige Reiseleitung am 2 und 4. Tag
Halbtägige Reiseleitung in Wien
Besuch einer Majolikmanufaktur
Weinprobe von 4 Weinsorten in Kleinen Karpaten
Ortstaxe

IM PAKETPREIS INBEGRIFFEN:
Besuch einer Majolikmanufaktur

In der Entwicklung der Töpferei spielten die Nachkommen der „Habaner“ im 16. Jahrhundert eine bedeutende Rolle. Die slowakischen „Habaner“ waren die Nachfolger der eingewanderten Hutterer, einer täuferischen Gemeinschaft, die auf Ulrich Zwingli bzw. Jakob Hutter zurückgeht. In ihren legendären Töpferwerkstätten (eine der ersten datiert vom Jahr 1610) fertigten sie schöne glasierte Töpferwaren – die „Majolika Fayence“. Bei einer Besichtigung machen wir uns nicht nur mit dem gesamten Fertigungsprozess bekannt (von Lehmaufbereitung übers Dekorieren bis zum Brennprozess), sondern erproben wir auch unsere eigene Kreativität an der Töpferscheibe und können sogar ein Mitbringsel selbst töpfern.

Weinverkostigung in Kleinen Karpaten (min. 4 verschiedene Weine)

Ganz sicher eine der Hauptattraktionen der Region ist die Weinprobe in einem der Weinkeller der Region. Jedes Winzerdörfchen, Weingut oder Winzerei zeichnet sich durch eigene Spezialität aus. Hinzu kommen Riesling, Silvaner, Veltliner und Frankovka sowie eine der slowakischen Rebsorten wie Devín oder Dunaj und der Abend wird unvergesslich.

Mittag-/Abendessen in den Kleinen Karpaten

Als würdiger Abschluss Ihres Besuchs in den Kleinen Karpaten eignet sich nichts besser als ein köstliches Abendessen in einem der Weinkeller hiesiger Weinbauorte. Ein Glas gut gekühlten Wein nach heißem Tag und die traditionellen Gerichte sorgen für gute Laune und schöne Erinnerungen.

GEGEN AUFPREIS:

Schifffahrt von oder nach Wien Eine Richtung                                                                              (Preis p.P.: ab 30.-EUR)

Der Katamaran Twin City Liner verbindet beide Städte in nur eineinhalb Stunden bzw. in einer Stunde und 15 Minuten (schnellere Verbindung von Wien nach Bratislava). Von großem Vorteil ist es, dass sich die Anlegestellen sowohl in Bratislava als auch in Wien im Stadtzentrum befinden, Wien/Schwedenplatz, Bratislava/Donauufer beim Hotel Park Inn. So können Sie unmittelbar nach dem Anlegen mit der Stadtbesichtigung beginnen und den Bus erst für später buchen. Der Endpreis hängt vom konkreten Tag, der Richtung und der Abfahrtzeit ab

Schloss in Eisenstadt/Fertöd                                                                                                                        (Preis p.P.: 10.-EUR)

Die ursprünglich gotische Burg ging in den Besitz der Familie im Jahr 1649 über und wurde von ihr in ein Barockschloss umgebaut. Esterhazys, die ursprünglich vom slowakischen Galanta stammten, haben die Nähe von Wien gesucht und ihren Sitz nach Eisenstadt verlegt. Hundert Jahre später wurde das Schloss im klassizistischen Stil umgestaltet und gewann seine heutige Empire-Eleganz. Die Kunstliebhaber werden wissen, dass mit Eisenstadt auch der Name von Joseph Haydn verbunden ist. Der geniale Musiker wirkte hier im Dienst der Fürsten sein ganzes Leben.

Schifffahrt am Neusiedler See                                                                                                                        (Preis p.P.: 8.-EUR)

Zur Auswahl stehen uns hier mehrere Möglichkeiten. Entweder besuchen wir im Rahmen des Linienverkehrs die eine oder die andere Seegemeinde oder absolvieren eine Tour durch das Schilfrohr-Labyrinth. Das Nationalparkzentrum in Illmitz wird dabei Magnet für die Naturliebhaber sein.

Abendessen im Buschenschank                                     (Die Zuzahlung hängt von der Art der Übernachtung ab)

In einem authentischen Buschenschank dürfen ausschließlich kalte Speisen und hausgemachte Mehlspeisen serviert werden. Das typische Buschenschank-Gericht besteht aus Aufschnitt (Geselchtes, Schweinsbraten, Schinken, Trockenwürstel, Speck, Lendbratl, Selchwürstel) und Aufstrichen (etwa Verhackert, Leberstreichwurst, Grammelfett, Bratfett, Kürbiskernaufstrich), die mit Kren- und Schwarzbrot auf einem Holzbrettl serviert werden. Der Bauer darf im Buschenschank Getränke anbieten, die aus eigener Produktion stammen bzw. von bäuerlichen Betrieben zugekauft werden: Wein, Sturm, Traubenmost und Traubensaft, Obstwein und Obstmost sowie selbstgebrannte Spirituosen.