Die Städtchen Třeboň/Wittingau, Telč/Teltch und Jindřichúv Hradec/Neuhaus erlebten den größten Ruhm Ende des 16. Jahrhunderts und beeindrucken bis heute mit ihrer verspielten Renaissanceschönheit. Karpfenfang war die Quelle ihres Reichtums; allmählich wurde ein dichtes Teichnetz geschaffen, das der hiesigen Landschaft auch noch heute einen romantischen Charakter verleiht. Als aber andere Zeiten kamen und die Fischzucht nicht mehr rentabel war, befanden sich die Städte in einer Falle – zwischen den Teichen gefangen, ohne Raum für anders gelagerte Entwicklung. Dank dieser Tatsache konnte aber die unglaublich authentische Gestalt dieser Städtchen bis in die Gegenwart erhalten werden. Ein Hauch Mystik erleben wir auf unserer Reise beim Besuch der untypischen Kirche auf dem Grünen Berg und der altertümlichen Bergbaustadt Iglau/Jihlava. Aber weil wir in der Vergangenheit nicht stecken bleiben möchten, wenden wir uns den leiblichen Genüssen der Gegenwart zu und gönnen uns einen Biergulasch und frisch gezapftes Bier. Kurz und bündig – dies wird ein Wochenende voll toller Erlebnisse sein. Und noch mehr – übernachtet wird im Grenzgebiet. Das heißt, an der historischen Grenze zwischen dem böhmischen Königreich (die Region um Wittingau gehörte mal dazu) und der Markgrafschaft Mähren mit ihren stolzen altertümlichen Städten Teltsch und Jihlava.

REISEVERLAUF:

1. Tag – Anreise und Teichlandschaft- tschechische Masuren
Wir treffen uns in Wittingau, dem Zentrum der südböhmischen Teichlandschaft, der besinnlichen Landschaft der tausend Teiche. Schauen Sie nur auf die Karte, es sieht tatsächlich wie in polnischen Masuren aus! Diese Landschaft wurde nicht von der Natur, sondern von Menschenhand geschaffen. Das Teichsystem und die Art, wie die einzelnen Teiche miteinander verbunden sind, stellen ein einzigartiges technisches Werk dar, das der Eintragung in die UNESCO-Liste wert ist. Für alles sprechen die Parameter des Rosenberg-Weihers: Der Damm ist 2.430 Meter lang, bis zu 9,8 Meter hoch und am Fuß 51 Meter breit, mit der ursprünglichen Fläche von 1060 Hektar.Die Entwicklung der Fischerei ermöglichte in der ursprünglich armen und für die Landwirtschaft ungeeigneten Gegend die Entstehung mehrerer zauberhafter Städtchen. Insbesondere haben Jindřichův Hradec und Třeboň ihren verspielten Renaissancecharme bis heute beibehalten. Und gerade diese Städte werden neben der Natur die Hauptattraktionspunkte des Tages. Wir besichtigen sie und fahren anschließend weiter, um gegen Abend unser Hotel in Teltch zu erreichen.
2. Tag – Wallfahrtsort Zelena Hora – Jihlava – Brauereibesichtigung
Nach dem Frühstück begeben wir uns auf einen Spaziergang in unserem vorübergehenden Wohnort. Am Vormittag führt uns der Weg in die Hauptstadt der (nicht nur) tschechischen Renaissance. Das Städtchen Telč ist von Teichen umgeben, weswegen ihm keine Wachstumsmöglichkeiten blieben. Ein Besucher aus vergangenen Jahrhunderten, zum Beispiel der ehrwürdige Zacharias aus Hradec, dem vor allem die Stadt sein Wachstum zu verdanken hat, würde kaum merken, dass mehr als 500 Jahre vergangen sind – so beständig ist das historische Gesicht von Teltsch. Das Kennenlernen des ruhigen und beschaulichen Badestädtchens nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und so lenken wir danach unsere Augen auf die Umgebung. Zum Wallfahrtsort Zelená Hora, konkret zu der Kirche auf dem „Grünen Berg“. Die Kirche gilt als einzigartiges Werk des genialen Prager Baumeisters Johann Blasius Santini-Aichl und wurde 1994 in die UNESCO-Weltkulturerbeliste eingetragen. In der zweiten Tageshälfte erwartet uns die älteste Bergbaustadt der böhmischen Krone – Iglau. Die Regeln des sog. Iglauer Rechts galten in der Kolonialzeit sogar in Südamerika. Aus den Zeiten des Bergbaus stammt das zweitgrößte unterirdische Labyrinth Tschechiens, das bis 26 km misst. Keine Angst, wir werden uns die längere Besichtigung ersparen und bleiben lieber auf der Erdoberfläche. Genauer gesagt – in der Bierbrauerei namens JEŽEK. Nach der Besichtigung mit der obligatorischen Kostprobe erwartet uns in der Bierbrauereigaststätte gedeckter Tisch mit leckerem Gulasch und einem Krug Bier.
3. Tag – Heimreise

ANMERKUNG:

Je nach der Anreiserichtung nach Trebon/Wittingau kann unser Reiseleiter Ihre Gruppe schon unterwegs treffen. Oder auf der Rückfahrt noch den einen oder anderen interessanten Ort einplanen. Je nach der konkreten Route der Heimreise, kommen Krumau, Budweis, Pilsen, Prag in Frage.

Die Beschreibungen der Eintritte und Sehenswürdigkeiten, welche im Programm genannt werden, wie auch die Liste von zusätzlichen Möglichkeiten, welche im Rahmen der Reise ins Programm aufgenommen werden können, schicken wir gerne per Mail auf Anfrage.

LEISTUNGEN:

2x Übernachtung mit Frühstücksbuffet
1x Abendessen im Hotel (3-Gang-Menü ohne Getränke)
1x Abendessen im Bierbrauereirestaurant in Jihlava (3-Gang-Menü + 0,5 l Bier)
Permanente Reiseleitung
Eintritt in die Kirche Zelena Hora
Brauereibesichtigung mit Bierverkostung in Jihlava
Ortstaxe

Preis:

 
*** Hotel         Nebensaison
1.5.-30.6 und 1.9.-30.10
              Hauptsaison
1.7.-31.8. und Wochenende 
p.P. im DZ             94.-EUR                     98.-EUR
p.P. im EZ           118.-EUR                   122.-EUR